Unsere Erlebnisse mit der Iteration Zero

Iteration Zero unter der Flagge "Führen mit Visionen"

Ich durfte Ende Mai 2019 am PM Camp in Zürich die Iteration Zero vorstellen. Da als Opening Key Note eine Feng Shui-Beraterin über Beyond Agile referiert hat und sehr viel spirituelles in die Konferenz getragen hat, habe ich die Iteration Zero und dem Label "Führen mit Visionen" verkauft.

 

Bei ganz vielen Vorhaben wird vergessen den Teams eine gemeinsame, verstandene Vision mit auf den Weg zu geben. Sie sollen selbstorganisiert agieren und in ihrer crossfunktionalität geniale Produkte erstellen. Aber welcher Vision sollen sie folgen? Haben sie alle das gleiche Bild im Kopf wenn sie über die Produktvision sprechen? Nein, oft nicht. Wie soll das Team wissen das sie noch auf dem richtigen Weg sind wenn sie nicht alle dem gleichen Licht folgen?

 

Der Aspekt einer gemeinsamen Vision ist in den Unternehmungen noch nicht verstanden worden.

 

Agile Teams sollen über eine gemeinsame Vision gesteuert werden. So kennen sie den Rahmen in dem sie ihr Produkt entwicklen dürfen.

Die Iteration Zero unterstützt diesen Rahmen zu Beginn der Produktentwicklung zu generieren.

 

Falls du am Vortrag interessiert bist, melde dich doch bei mir.

 

01.06.2019 von Franziska


Iteration Zero in der medizinischen Produktentwicklung

Das Framework Iteration Zero dient dazu, die Lücke zwischen einer Produktidee und dem initialen Backlog zu schliessen.

 

Nachdem die Methodik seit mehreren Jahren erfolgreiche Starts in der Produktentwicklung von Software-Produkten und Strategien ermöglichte, hat sie jetzt ein neues Universum erreicht: dies der physischen Produktentwicklung.

 

Ich durfte bei einer internationalen Firma, die Zahnfüllungen und Zahnprothesen herstellt, zwei Produktstarts mit der Iteration Zero befeuern. Wir haben das Framework wie auf iterationzero.works beschrieben angewendet: Anhand des Elevator Pitches haben wir uns mit den Kunden und ihren Bedürfnissen auseinandergesetzt. Dazu haben wir eine Produktvision entwickelt und mittels einer Story Map das MVP erarbeitet. Dann hat uns ein Zahnarzt (Kunde :-)) besucht und wertvolles Feedback gegeben.  Das Feedback wurde von Produktteam verarbeitet und schlussendlich wurde ein initiales Backlog für den Start der agilen Produktentwicklung erstellt. Ja, richtig gelesen, auch bei der Entwicklung von Zahnfüllungen wird agil und mit Scrum entwickelt.

 

Das Feedback des Produktteams sowie der Stakeholder war, das mit dem Framework Iteration Zero eine neue Ära der Produktentwicklung bei ihnen in der Firma eingeläutet worden ist. Was für ein Kompliment!

 

Meine Learnings aus diesen Workshops sind:

 

  • Iteration Zero funktioniert hervorragend auch in der physischen Produktentwicklung.
  • Kundenfokus, professionelle Moderation und Validierung der Hypothesen mit den Kunden sind auch hier die Schlüssel Erfolgsfaktoren.
  • Auch hier hat sich ein enormes Commitment des Teams zu ihrem Produkt entwickelt.
  • Der Raum und die Zeit für die Zusammenarbeit an EINEM gemeinsamen Produkt wird als sehr wertschätzend wahrgenommen.

 

Deshalb darf ich getrost sagen: die Iteration Zero hat sich in die nächste Umlaufbahn geschossen.

 

28. Juni 2018 von Franziska

 


Iteration Zero in Berlin an der PEP-Minds

Wenn einer eine Reise tut dann kann er was erzählen....

 

Ruedi und ich durften die Iteration Zero an das Agile PEP Minds Ende November 2017 in Berlin als Opening Key Note präsentieren.

Und sie hat eingeschlagen wie eine Bombe!

 

An der zwei-tägigen Konferenz hatten wir keine ruhige Minute. Alle wollen sich mit uns über das Framework austauschen und wir konnten mit diversen Firmen Mandate generieren.

 

Es hat sich wieder einmal mehr gezeigt, dass die Einfachheit der Iteration Zero sehr gut verstanden wird. Und das unser Framework ein echtes Problem vieler grösserer Firmen adressiert.

Das wird ja eine spannende Zukunft ;-).

 

Hier den Film unserer Präsentation: https://youtu.be/sjf9R5lSS7s

 

07.12.2017 von Franziska


Iteration Zero hat den Theorie-Test bestanden

Heute durfte ich am Mobile Business Forum der Hochschule St. Gallen am Podiumsgespräch teilnehmen. Ich durfte dort mich als Agile Coach der SBB sowie das Framework Iteration Zero, welche ich mit Ruedi Gysi gemeinsam designed habe, präsentieren.

Hier findet ihr die aktuelle Visualisierung der Iteration Zero.

Die Iteration Zero schliesst die Lücke zwischen der Produktidee und dem Initialen Backlog. Die Erfolgsfaktoren bei einer Iteration Zero sind:

  • das Team (interdisziplinär, keine Hierarchie, kein Macht Gefüge)
  • den Zeit & Raum für die Zusammenarbeit
  • Fokus auf den Kunden und den Wert (für die Firma und/oder den Kunden)
  • professionelle Moderation der Workshops

In der HSG wird aktuell in einer Doktorarbeit das „neue“ Innovationsframework designed, welches auf der Activity Theory basiert. Auch hier finden sich die gleichen Erfolgsfaktoren wie bei der Iteration Zero:

  • die Nähe zum Kunde
  • iterative Entwicklung der Produktidee
  • Raum & Zeit zur Verfügung stellen
  • dem Team das Vertrauen und einen Geldbetrag zur Verfügung stellen, um seine Produktidee als PoC zu lancieren

Wer ist jetzt schneller, die Forschung oder das Fussvolk? 

Mein Fazit des heutigen Tages:

  • Beim Machen /Umsetzen blühe ich auf, ich habe grosse Mühe mit theoretischen Abhandlungen ohne Bodenhaftung
  • Lernen tun wir nur, indem wir etwas umsetzen. Und dann reflektieren ;-). Ev. umfallen und dann wieder aufstehen… Krönchen richten… und weitergehen. (Resilienz nennt sich das;-))
  • Agilität ist Tod, es lebe die Agilität!

7. November 2017  von Franziska


Iteration Zero @ Agile Breakfast in Bern

Letzte Woche durfte ich mit zwei Kollegen die Iteration Zero am agile Breakfast in Bern vorstellen. Anwesend waren Agilisten von allen grossen Firmen in Bern.

 

Die Iteration Zero zeigt einen Weg auf, wie man von der Produktidee zu einem initialen Backlog kommt, dies mit Fokus auf den Kunden und den Wert des potentiellen Produktes für den Kunden und die Unternehmung. Ich habe bereits Ende letzten Jahres in diesem Blog die Iteration Zero vorgestellt.

 

Die Praktiken der Iteration Zero versteht man am besten, wenn man sie erlebt. Deshalb haben wir nach einer sehr kurzen Einführung in Kleingruppen direkt mit der Produktidee gestartet und über die Personas und die Vision Map das MVP anhand einer Produkt Box gestaltet.

 

Die Teilnehmer waren gelinde gesagt begeistert. Viele haben aber bemängelt, dass wir nicht eine ausführliche Dokumentation abliefern können, inkl. einer intensiven Schulung.

Bei der Reflexion des Events ist mir bewusst geworden, dass wir als Agile Coaches uns schon lange von dieser Dokumentations- und Theoriegläubigkeit verabschiedet haben. Unser Erfolg basiert doch unter anderem darauf, dass wir ohne Angst Dinge ausprobieren, frei im Geist und möglichst ungebunden uns bewegen können. Eigene Fehler gehören bei mir zum Alltag und der Schlüssel zu meinem Erfolg ist aus diesen Fehler lernen zu können. Da helfen mir Bücher und Theorie eher wenig. Viel wichtiger ist für mich der Austausch mit meinen Agile Coaching Kollegen. Und Erfahrungen sammeln, Erfahrungen sammeln, Reflektieren und nochmals ausprobieren …. unser Team von Agile Coaches hat die Abkürzung ACT sehr bewusst gewählt.

 

30. Januar 2017 von Franziska


Iteration Zero – Der Weg von der Produktidee zum Initialen Backlog

Wie schliesse ich methodisch die Lücke zwischen der Produktidee und dem initialen Backlog?

Wir im Coaching-Team haben eine Methodik entwickelt, die anhand von einfachen Praktiken zum Erfolg führt. Das Baby haben wir Iteration Zero genannt.

Die Iteration Zero stellt sicher, dass der Kunde und der Wert des potentiellen Produktes (für den Kunden und die Unternehmung) im Zentrum stehen.

Die Iteration Zero wurde vor 1.5 Jahren in unserem Coaching-Team entworfen. Jedoch hat sie in unserem Umfeld keinen Anklang gefunden, wir haben sie in die Schublade gelegt.

1/2 Jahr später haben wir sie wieder rausgenommen und siehe da…. sie hat eingeschlagen wie eine Bombe!

Ich habe mittlerweilen 10x die Iteration Zero bei Projekten durchgeführt, immer mit viel Erfolg! Wobei auch „Fail Fast“(„Learn fast“:-)) für mich als Erfolg gewertet wird, da die Erkenntnis gewonnen wurde, dass der PO den Kunden zu wenig kennt, somit auch nicht seine Bedürfnisse.

Gestern habe ich die Iteration Zero bei einem Grossprojekt abgeschlossen. Es werden jetzt drei Projekte daraus weitergeführt. Fazit: ein voller Erfolg! In 4 Tagen haben wir gemeinsam mit den Top-Stakeholdern (aus der GL) die Produktvision & Personas erstellt, Story-Maps und Customer-Journeys erstellt und daraus das MVP, Epics und User Stories abgeleitet. An jedem Workshop-Tag hat uns ein Kunde besucht und mit uns die Produktidee weiterentwickelt. Sehr befruchtend!

Als Schlüssel zum Erfolg ergeben sich für mich:
– derjenige der das Produkt/die Produktidee verantwortet muss am Workshop mit dabei sein. (ganz egal, in welcher Hierarchie-Stufe er sich befindet)
– UX muss on Board sein
– über alle Iteration-Zero-Workshops muss das Team konstant sein
– die Workshops sollte jeweils mindestens 4 h dauern und allerhalb der Büro-Räume stattfinden (Open Mind!!)
– Adaption der Methodik Iteration Zero ist zwingend, Iteration ebenfalls, wir haben den Elevator-Pitch ca. 4x geschärft
– mit Kunden wird alles viel spannender und vor allem fokussierter, also unbedingt Kunden miteinbinden!

Jetzt freue ich mich auf Fragen und Anregungen von euch.

Nachtrag Anfang 2018:

Die Iteration Zero hat Flügel bekommen und ist jetzt öffentlich verfügbar.

 

9. Dezember 2018 von Franziska