Personas

Wo (Wer) ist unser Markt?

Im Zentrum der Iteration Zero steht der Kunde und der Markt. Die Bedürfnisse unserer Kunden gestalten das Produkt. Ohne begeisterte Kunden wird es kein erfolgreiches Produkt geben.

Praktik und Beschreibung

Personas

Im Team werden Zielgruppen zusammengetragen. Dies kann jeder für sich kurz reflektieren und auf Post-it’s ins Team tragen. Bei grösseren Gruppen eignet sich die Methode „Think, Pair, Share“ damit schon zu Beginn die Varianz eingegrenzt wird.

Die Zielgruppen werden anschliessend im Team geclustert und jedes Cluster erhält einen Namen. Falls es mehr als sechs Cluster gibt, bietet sich eine Priorisierung in primäre und sekundäre Zielgruppen an. Anschliessend wird für das MVP nur mit den primären Zielgruppen weitergearbeitet.

Anschliessend wird die Methodik Personas eingeführt und mit Beispielen illustriert, was das Ergebnis sein soll. Gemeinsam wird definiert, welche Attribute bei den Personas für das eigene Produkt beschrieben werden sollen.

Nach der Befähigung werden in Kleingruppen aus den Zielgruppen-Clustern Personas erstellt und im Team validiert. Wichtig ist, dass die Personas mit einem Namen, einem Foto, mit ein paar persönlichen Attributen, mit ihren Bedürfnissen ans Produkt und den produktspezifischen Attributen beschrieben werden. Sie sind zwar fiktiv, sollen aber so real wie möglich sein. Sie werden das Team während der ganzen Produktentwicklung begleiten.

 

Personas mit echten Kunden validieren

Damit die Personas nicht nur die Innensicht des Teams abbilden, muss an dieser Stelle zwingend mit echten potentiellen Kunden eine Validierung stattfinden.  Es hat sich gezeigt das eine Validierung von nur einer halben Stunde schon sehr wertvoll sein kann. Diese ganze Praktik ist stark im Customer Centric verwurzelt. Deshalb sollte sie, falls möglich, von einem UX-Experten begleitet und moderiert werden.

Beispiel aus der Praxis

Bei einer Iteration Zero in der Medizinbranche wurden echte Kunden an die Workshops eingeladen. Das Team hat dem Kunden den Elevator Pitch, die Persona und die Produkt Vision sowie das MVP präsentiert. Der Kunde war hell begeistert und hat sich sogar am Abend des Workshop-Tages noch beim Produkt Owner gemeldet mit den Worten, dass er es nicht erwarten kann, diesese Produkt in den Händen zu halten.

Ein Teammitglied hat bei diesem Workshop die Aussage gemacht, dass er bereits 30 Jahren für diese Firma arbeitet, aber bis jetzt noch nie mitverfolgen durfte, wie ein Kunde seine Produkte validiert. Er war hell begeistert davon, welche Energie und Befriedigung ein positives Feedback des Kunden bei einem Team auslösen kann.

Was steckt dahinter?

Kunde

Der Kunde steht bei der Produktgestaltung mit einer Iteration Zero im Zentrum. Oftmals wird angenommen, man wisse was der Kunde will und definiert mit einer reinen Innensicht die Produkte. Bei der Iteration Zero soll man sich möglichst früh mit dem Kunden auseinandersetzen. Insbesondere die Kundenbedürfnisse müssen bei den echten Kunden validiert werden.

Oftmals ist es schon ein grosser Schritt, überhaupt an den Kunden zu denken. Die Zusammenarbeit mit den echten Kunden muss von Coach eingefordert und das Team dabei unterstützt werden.

 

Fokussierung und Priorisierung

Das Ziel der Iteration Zero ist das MVP Produkt Backlog aufzubauen. Diese Fokussierung und Priorisierung muss bereits bei den Personas eingefordert werden. Die Teams haben teilweise grosse Mühe mit dieser Fokussierung, hier muss der Coach sie eng begleiten.

 

Entscheidungen hier und jetzt fällen

Ungewohnt ist es oft auch, im Team und hier und jetzt diese Entscheidung zu fällen. Bei der Zusammensetzung des Teams ist darauf zu achten, dass sie entscheidungsfähig sind.